Die 8 häufigsten Fehler beim Textildruck

In hunderten von Projekten sehen wir immer wieder dieselben Fehler — mal bei Einsteigern, mal bei erfahrenen Händlern. Kein Vorwurf: Die meisten dieser Fehler sind nicht offensichtlich, bis man sie einmal gemacht hat. Dieser Guide hilft dir, sie zu überspringen.

Fehler 1: Zu niedrige Auflösung

Die häufigste Ursache für verpixelte oder unscharfe Druckergebnisse. Eine Datei die auf dem Bildschirm scharf aussieht, kann gedruckt pixelig wirken — weil Monitore mit 72–96 dpi arbeiten, Drucker aber 150–300 dpi brauchen.

⚠️Niemals ein Bild aus dem Browser speichern und als Druckvorlage verwenden. Browser-Grafiken sind fast immer 72 dpi und damit für den Druck ungeeignet.

Lösung: Erstelle deine Designs direkt in der Ausgabegröße mit mindestens 150 dpi. Für ein 30×30 cm großes Motiv brauchst du eine Datei mit mindestens 1.772 × 1.772 Pixel bei 150 dpi.


Fehler 2: Weißer Hintergrund statt Transparenz

Ein weißes Rechteck um das Motiv herum ist auf hellen T-Shirts kaum sichtbar — auf dunklen Stoffen dagegen sehr deutlich. Viele Einsteiger exportieren irrtümlich mit weißem Hintergrund, weil Photoshop standardmäßig einen weißen Hintergrund anzeigt.

ℹ️In Photoshop: Vor dem Export sicherstellen, dass die Hintergrundebene ausgeblendet ist. Erkennbar am Schachbrettmuster. In Illustrator: „Zeichenfläche als Zuschnittmaske" beim PNG-Export deaktivieren.

Fehler 3: Sublimation auf nicht geeignetem Material

Sublimation funktioniert chemisch nur auf weißem oder sehr hellem Polyester — auf Baumwolle wäscht die Farbe nach wenigen Wäschen fast vollständig aus.

Das Brandsky-Dashboard verhindert diesen Fehler automatisch: Sublimation kann ausschließlich auf kompatiblen Produkten bestellt werden. Du kannst Sublimation technisch gar nicht auf einem Baumwollshirt bestellen.

Fehler 4: Zu komplexes Motiv für Stickerei

Stickerei hat physikalische Grenzen: Sehr kleine Schriften (unter 4 mm Höhe), extrem feine Linien und fotorealistische Elemente können in Stickerei nicht reproduziert werden. Die Maschinensticknadel hat eine Mindestbreite — feiner geht es schlicht nicht.

ℹ️Für Logos mit feinen Details oder kleinen Schriften ist DTF-Druck oder Flex oft die bessere Wahl. Stickerei spielt ihre Stärken bei klaren, großflächigen Formen aus.

Fehler 5: Schriften nicht in Pfade umwandeln

Wenn du eine Vektordatei (SVG, EPS, AI, PDF) mit eingebetteten Schriften einsendest und wir die Schrift nicht installiert haben, wird sie durch eine Systemschrift ersetzt — was das Design komplett verändert.

Lösung: In Illustrator → Schrift → Alle Schriften in Pfade umwandeln (Strg+Shift+O). In Figma: Frame → Outline Stroke auf Textelemente. In Affinity: Rechtklick → In Kurven umwandeln.


Fehler 6: Falsches Verfahren für die Farbanzahl

Mehrfarbige Fotos oder Verläufe gehören in den Digitaldruck, nicht in den Flexdruck. Flex wird pro Farbe berechnet — Verläufe mit Millionen von Farbtönen sind mit Flex weder technisch noch wirtschaftlich realisierbar.

MotivtypEmpfohlenes Verfahren
Foto / FotorealistischDTF-Druck
Verläufe, FarbübergängeDTF-Druck
1–3 Sonderfarben, klare FlächenFlexdruck
Große einfarbige FlächeFlex oder DTF
NeonfarbenNeon DTF
3D-Wirkung, VolumenStickerei

Fehler 7: Keine Probebestellung vor der Serie

Das ist der kostspieligste Fehler: Eine Serie von 100 Hoodies bestellen, ohne vorher einen Einzelprobedruck gemacht zu haben. Kleine Farbabweichungen oder Materialeigenschaften fallen erst am physischen Produkt auf.

Probebestellungen sind schnell und günstig. Vor jeder größeren Serie: einen Probedruck in der relevanten Variante bestellen und abnehmen. Das spart im Zweifel erheblich mehr als es kostet.

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